Network     Portal    |    Forum    |    Wiki    |    Galerie    
Banner
2011-03: Codewort: Bocadillo Drucken
Geschrieben von: Susanne Offermann   
Samstag, den 05. November 2011 um 17:08 Uhr

Die Tour der Peña Atlética Centuria Germana nach Madrid


Alle Jahre wieder steht einmal pro Jahr das madrilenische Derby im heimischen Vicente Calderón auf dem Programm. Bereits beim Europa League Spiel in Leverkusen war man entsprechend auf die Idee gekommen, der Hauptstadt Spaniens mal wieder gemeinsam einen Besuch abzustatten.

Was würde sich da mehr anbieten als der Besuch zum Spiel gegen "La Mierda"?Entsprechend reisten am Freitag (und teilweise am Samstag) acht verrückte Fußballfans aus allen Teilen Deutschlands und eine Holländerin an, um gemeinsam ein paar Tage in Madrid zu verbringen.

Da wären:

Zimmer 1

André aus Paderborn
Susanne aus Köln
Danielle aus Amsterdam


Zimmer 2

Marcel aus Aachen
Flo aus Stuttgart
Christian W. aus Berlin


Zimmer 3

Gert aus Augsburg
Kiril aus Essen
Christian D.  aus Hamburg


Nach der Ankunft in Madrid-Barajas und der Fahrt mit der  Metro (Linie 8 bis Nuevos Ministerios, dann Linie 10 bis Tribunal und letztlich die Linie 1 nach Sol) wollten sich erstmal alle am Hotel treffen. Da aber natürlich nicht alle in der gleichen Maschine saßen stand der Freitag hauptsächlich unter dem Motto: "Warten dass alle ankommen".

André, Susanne und Marcel flogen als einzige gemeinsam in einer Maschine von Germanwings vom Flughafen Köln-Bonn aus nach Madrid. Besonders Marcel und Susanne versprachen eine interessante Kombination zu sein, da Marcel ein Anhänger der Borussia aus Mönchengladbach und Susanne ein Fan der Mannschaft aus Köln ist. Marcel regte sich auch (nicht erfolgreich) die ganze Zeit über das FC-Schweißarmband, welches Susanne aus Glückbringerzwecken trug, auf. Die entmilitarisierte Zone zwischen den Sitzen 10 D und 10 F in Person von André funktionierte ausgezeichnet.

In Madrid angekommen wurden sie schon im Hostal von Gert erwartet. Nachdem man das Zimmer bezogen worden war, forderte André zunächst erstmal zu einem Ausflug ins „Museo de Jamón“ auf, welches sich praktischerweise direkt neben dem Hostal befand. Dort nutzte man die "Todo por un Euro"-Aktion um sich für je einen Euro ein übergroßes belegtes Brötchen mit spanischem Schinken (in Fachkreisen bekannt als "Bocadillo con jamón") und Bier zu beschaffen.

Während man sich dann dem Brötchen und dem Bier widmete kam es schon zu einer der folgenreichsten Konversationen des gesamten Wochenendes, welche unserem Augsburger  direkt einen neuen Namen einbrachte:

André fragte den Augsburger danach ob er ein Bier wolle. Dieser Antwortete, dass er eigentlich eher nicht so der Biertrinker, sondern eher ein Schnapstrinker sei. Er trinke meist eher eine Maß voll „Check-Cola“. Durch seinen süddeutschen Akzent bedingt konnte sich daraus aber keiner herleiten, dass er  Jack Daniels mit Cola meinte. Erst nach diversen Versuchen löste sich die Situation auf. Gert hatte sich dann aber schon seinen ersten Spitznamen (weitere sollten folgen) „Jackie“ verdient.

Manuel und Miguel schlossen sich noch zwei Deutsch-Spanier, die zur Zeit die Familie besuchten, temporär der noch relativ kleinen Gruppe an. Nach dem dritten (für einige auch das vierte) Bier wurde das Museo de Jamón verlassen, um sich ein wenig zu bewegen, das schöne Wetter zu genießen und die Stadt zu erkunden. André führte uns hierbei fachmännisch über die Plaza Mayor, hin zum Königspalast und dann in eine Bar, in der er während seines Sprachaufenthalts in Madrid früher des öfteren mal eingekehrt war. Die Gruppe wusste auch relativ schnell warum! Man bestellte sich ein Bier für 2,50 €, wurde dafür aber von der Bar mit Essbarem gratis vollgestopft. Zunächst brachte der Kellner eine Platte mit Schinken, Chorizo und sonstiger spanischer Wurst, danach rückte er mit einer Tortilla an. Gefolgt wurde diese von Zucchini in Käsekruste. Letztlich kam der Kellner dann sogar mit einem Teller Paella an!

Bei dieser schnappte sich André zunächst ein Stück Blutwurst und empfahl diese den anwesenden Personen, woraufhin auch Marcel zur Gabel griff. Allerdings war es für jeden erkennbar, dass es sich dabei NICHT um Blutwurst handelte, sondern um irgendetwas undefinierbares knochiges. Das Gelächter am Tisch war sehr groß als Marcel versuchte auf diesem ekligen Stück-„was auch immer“ herumzukauen und dabei gequält lächelte als wäre nichts. Im Nachhinein tippten wir alle darauf, dass es sich bei dem knochigen Etwas um ein Stück Kaninchenfuß handelte. Marcel behauptete bis zum Ende der Reise im Übrigen stur, dass das Stück gar nicht so schlecht gewesen sei.

Letztlich verduftete man dann aber doch aus der Bar um einerseits dem Kellner zu entkommen bevor dieser noch mit weiteren Sachen ankam und andererseits weil Flo bereits vor dem Hotel auf die anderen wartete. Dort angekommen wartete auch schon Kiril, zusammen mit Flo, vor dem Hotel. Irgendwie waren beide nicht auf die Idee gekommen einfach hochzugehen. Manuel und Miguel verabschiedeten sich nun wieder um zurück in die Vororte von Madrid zu pilgern.

Oben angekommen war nun auch der „Jefe“ des Hotels – Pedro – (ein bekennender Rojiblanco der sich bereits in der Bestätigungsmail für die Zimmer sichtlich über unseren Besuch freute) da.

Von der Anreise waren auch Kiril und Flo hungrig, also mussten auch diese natürlich erstmal ein Bocadillo (und natürlich Bier für die anderen) im Museo de Jamón zu sich nehmen. Danach ging es auf einen kleinen weiteren Spaziergang in Richtung Neptuno Brunnen, immer darauf achtend, dass Marcel auch um 20:30 Uhr im Irish Pub neben dem Hotel das Spiel seiner akut abstiegsgefährdeten „Elf vom Niederrhein“ ansehen wollte. Kurz vor Anpfiff war man tatsächlich wieder zurück im Hotel, da mit Danielle nun auch die holländische Teilnehmerin der Runde angekommen war.

Ab jetzt wurde das ganze richtig interessant, denn Danielle verstand zwar Deutsch, sprach aber besser Englisch, so dass man ab dann mit der Umgebung Spanisch und untereinander Englisch und Deutsch sprach. Nach ein paar Bier kann so was doch ziemlich verwirren!

Marcel sprintete in der Zeit in den Pub, um sich schon mal eine Position für das Spiel zu suchen. Von dieser sollte man ihn auch vor Abpfiff des Spieles nicht entfernen können, weswegen der Rest der Gruppe nun allein loszog um noch ein Bier zu trinken. Bekanntermaßen ist Madrid ja das größte Dorf Spaniens. Also dauerte es nicht lange bis man (bzw. André) auf ein bekanntes Gesicht stieß. Die tschechische 5-Mann Delegation lief zufällig über den Weg und leistete ab dann Gesellschaft in der Bar. Hierbei fand sich wieder ein interessantes Wortspiel für Jackies „Check-Cola“ nämlich „Czech-Cola“.

Witzigerweise gibt es in Tschechien laut den Herrschaften wohl tatsächlich eine Ostblock-Cola. Während ein Teil der Truppe sich wegen des langen Tages schon in die Betten zurückzog, entschied sich ein anderer dazu, zur kulturellen Verständigung mit den Tschechen noch einen Heben zu gehen. Zusätzlich kam mit Christian W. einer der beiden Nachzügler noch mitten in der Nacht an.

Entsprechend kamen Teile der Truppe am Morgen des Derbys auch etwas schlechter aus dem Bett. Kiril legte Jackie zufolge im übrigen nachts auch eine herausragende Schnarch-Lautstärke an den Tag.

André, Danielle und Susanne machten sich trotz dem angedrohten Massen von Essen in der „Esquina del Calderón“ auf die Suche nach etwas zum Frühstück. Zunächst ging man ein paar Churros konsumieren um anschließend wieder im Museo de Jamón einzukehren. Diesmal traute sich aber niemand ein Bocadillo zu essen.

Das Treffen mit den anderen war für 12:45 geplant. Entsprechend beschloss man vorher noch ein wenig das herausragende Wetter in Madrid zu genießen und sich an der Plaza Mayor ein wenig von der Sonne bescheinen zu lassen. Passenderweise war für den Samstag eine Kundgebung oder ähnliches dort geplant. Eine Vereinigung diverser Organisationen (u. a. die Feministinnen und die kommunistische Partei Spaniens) wollte dort ihre Solidarität für Balthazar Garzón ausdrücken und hatte entsprechend Plastikstühle aufgestellt, die man prompt dafür nutzte um es sich ein wenig bequem zu machen. Trotzdem lauschte man interessiert dem, was dort vorgetragen wurde. Wir waren (glauben wir zu mindestens) dafür!

Anschließend ging es nach einem Abstecher zum Hotel weiter mit der Metro zum Stadion bzw. um genau zur sein in dessen Nähe, in die madrilenische Stammkneipe des Peña, die „Esquina del Calderón“. Dort wartete bereits ein reservierter Tisch und ganz ganz viel zu futtern.Los ging es ganz langsam mit ein „paar“ Tapas die nacheinander serviert wurden. Dabei war unter anderem: Käse, Schinken, frittierte Chorizo, Calamares und Patatas Bravas. Zum Hauptgang konnte man dann wählen zwischen einem Filetsteak, einem Rückensteak, Rippchen, Fisch und Eisbein. André probierte als einziger das Eisbein, aber auch nur weil ihm das Gericht von Christian W. falsch übersetzt wurde und daher glaubte ein Schweineschnitzel zu kriegen. Es hat ihm aber trotzdem geschmeckt. Nach dem Hauptgang folgte noch Kaffee und ein Stück Kuchen. Zwischenzeitlich war auch mit Christian D., der Letzte noch fehlende, aus Deutschland angekommen. Vollgefressen wie selten zuvor kippte man noch einen Schnaps hinunter um sich dann zurück zum Stadion zum Shoppen zu bewegen.

Einige der Gruppe wollten noch neue Schals von den Ständen rund ums Stadion erwerben

Jackie (der inzwischen „Gertrud“ gerufen wurde) und Marcel wollten einen Frente Atletico Seidenschal (Marcel kaufte auch noch einen Schal der Lazio Ultras), während der Rest hauptsächlich zu „Antimadridista“ Schals griff.  Insbesondere Flo und Susanne taten sich hier schwer. Susanne ganz besonders, da der einzige Schal der grammatikalisch korrekt gewesen wäre (wegen der männlichen und weiblichen Form in Spanien) rosa war. Da ein rosa Schal aber auf gar keinen Fall in Frage kam, musste dann halt ein grammatikalisch falscher Schal herhalten. Ein Abstecher in den Fanshop wurde selbstverständlich auch gemacht, wo sich die Gesellschaft teilweise mit Fanartikeln eindeckte bzw. diese für andere Personen nach Deutschland mitnehmen würde.

Susanne durfte sich hierbei besondere Häme anhören, da sie sich ein Trikot mit Flock von Mario Suárez kaufte. Besonderer Dank von ihr geht an Marcel, der sie dran erinnerte sich auch das „Kyocera“ unter die Rückennummer machen zu lassen.

Zwischenzeitlich wurden auch noch die Halbzeitergebnisse der Bundesliga geschickt, was insbesondere bei Susanne für sinkende Stimmung (0:4 zur Halbzeit) sorgte. Zurück im Hotel angekommen wurde dann eine kleine Pause eingelegt, die die Jungs nutzten, um sich das Spiel von Real Madrid Baloncesto Basketball) anzugucken, die im letzten Moment noch eine Niederlage einfuhren. Der Jubelschrei lockte sogar Pedro von der Rezeption aus an.

Anstatt dann aber zur Esquina zurückzukehren blieb man in der Nähe des Calderóns in einem „Botellón“ der Atlético Fans hängen. Hunderte hatten sich hier in einem Wohnblock versammelt um vor dem Spiel einen zu trinken, sich warm zu singen und Real zu beschimpfen. Die deutsche Delegation besorgte sich zunächst mal ein Bier (während die Spanier eher Whisky-Cola tranken) und verfolgte das Szenario interessiert. Der Einsatz von Feuerwerkskörpern war hier durchaus exzessiv. Schnell wurden aber auch neue Bekanntschaften gefunden, denn hinter dem Peña stand auf einmal ein Spanier der in Leipzig studiert hatte und sich sehr interessiert zeigte. Susanne entdeckte unterdessen in der Menge einen jungen Spanier mit einem FC-Schal. Wobei man wieder bei dem typischen Phänomen des Kölners an sich ist: Getreu der Hymne des FC „Överall jit et Fans vom FC Kölle“ schafft man es eigentlich nirgendwo mal nicht irgendwen zu finden, der aus Köln kommt oder etwas mit dem FC am Hut hat. Es stellte sich dann heraus dass der Bruder des jungen Mannes zur Zeit in Köln studiert und seinem Bruder diesen Schal geschenkt hatte. Natürlich wurde hiervon ein Beweisfoto gemacht.

Gegen halb 10 machte man sich dann auf die 200 Meter zum Stadion zurückzulegen. Generell ist zu sagen, dass im Vergleich zu deutschen „Hochrisikospielen“ kaum Polizei Vorort war. Auch die Stadionkontrollen waren doch durchaus interessant, da quasi nicht vorhanden. Vermutlich lag das aber auch daran, dass so gut wie gar keine Gästefans im Stadion waren. Einzig ein kleiner Mob in der Ecke des Fondo Norte im 2° Anfiteatro zeigte Farben von Real Madrid.

Über das Spiel an sich wollen wir hier nicht zu viele Worte verlieren, da das Ergebnis ja leider bekannt ist.

Die spanische Presse bekam an diesem Abend auch noch etwas worüber sie sich aufregen konnte, denn neben einigen inakzeptablen Gesängen gegen Marcelo wurde der arme arme arme Cristiano Ronaldo mit „Ese portugúes hijodeputa es“ und „Cristiano Muerete“ Gesängen bedacht. Diese bösen bösen Rojiblancos immer…

Nach dem Spiel ging es im Kollektiv mit den anderen Stadionbesuchern teilweise zu Fuß zurück zum Hotel, wo sich die Gruppe wieder trennte in die, die so genervt vom Ergebnis waren, dass sie ins Bett wollten und denen die noch ein wenig feiern wollten.

Den Sonntag verbrachte die Gruppe in Kleingruppen verteilt unterschiedlich. Während eine Gruppe (Kiril, Christian D. und Gertrud) erst gar nicht zum gemeinsamen Frühstück erschien und später auf eigene Faust eine Stadtrundfahrt mit dem Bus machte, machten André, Danielle und Christian W. nach dem Frühstück eine kleine Stadttour zu Fuß.

Marcel, Susanne und Flo wollten Madrid allerdings nicht ohne Punkte verlassen und machten sich deswegen auf zum Spiel der Cantera Atléticos gegen den galizischen Verein Coruxo CF. Da die Zeit doch etwas knapp bemessen und die Busverbindung raus in den Vorort Majadahonda doch etwas undurchsichtig schien, nahm man auf dem Hinweg ein Taxi. Die Ciudad Deportiva von Atlético scheint allerdings doch etwas unbekannt, denn der Taxifahrer musste zunächst einen seiner Kollegen fragen wie er denn zum „Cerro del Espino“, dem Ministadion der B-Mannschaft kommt. Auch kurz vor dem Ziel musste er noch einmal nachfragen, kam dann aber doch noch relativ pünktlich an.

Der Preis für ein solches Drittligaspiel hatte sich mit 15 Euro pro Person doch durchaus gewaschen, aber wie oft macht man so was? Auch wurde man vor dem Eintritt ins Cerro del Espino im Vergleich zum Spiel am Vorabend sogar kontrolliert! In den ersten 10 Minuten hatte man zum Glück nichts verpasst. Auf der Gegengrade Höhe Mittellinie in der 2. Reihe fand man einen Platz einen sehr guten Blick aufs Feld und aufs Spielgeschehen. Kurioserweise lernt man scheinbar schon in der Cantera sich nach einem Foul jammernd auf dem Boden rumzuwälzen.

Atlético B ging mit einem sicher verwandelten Elfmeter in Führung, versäumte es dann aber nachzulegen. In der Halbzeit stellte man zunächst fest dass es bei der Cantera nur alkoholfreies Bier gibt und zog zeitgleich auf die Haupttribüne um. Hier konnte man auch sehr gut den cholerischen Trainer von Atlético B beobachten der nur am rumbrüllen, fluchen, gestikulieren und rumhüpfen war. Kurz vor Ende des Spiels erzielte Coruxo leider ebenfalls mit einem Elfmeter den Ausgleich.

Positiv stach hier insbesondere Alberto Perea mit der Rückennummer 7 hervor. Borja mit der Nummer 9 blieb (teilweise aber auch wegen fehlender Anspiele durch seine Teamgefährten) relativ blass. Festgestellt wurde auch, dass der Spieler mit der Nummer 5 in der Innenverteidigung nicht schlechter ist als Luis Amaranto Perea, was allerdings auch keine Kunst ist.

Die Gelegenheit sich für einen weiteren Euro auch noch die Feminas anzusehen nutzte man nicht sondern beobachtete ein Weilchen den Kabinentrakt und machte ein paar Fotos von der Cuidad Deportiva. Für die Strecke zurück wurde dann tatsächlich sogar der Bus genutzt, was sogar erstaunlich kostengünstig und problemlos ging. Die Wohngegend in Majadahonda scheint im übrigen sehr nett (vermutlich aber auch entsprechend teuer) zu sein.

Nach und nach trudelten am späten Nachmittag alle wieder im Hotel ein. Dort nutzte man die Gelegenheit um auf Zimmer 1 gemeinsam zu sitzen und via W-Lan auf 90elf das Spiel des VfB Stuttgart, was insbesondere für Flo interessant war, zu verfolgen. Gert(rud)/Jackie verdiente sich an diesem Tag noch seinen letzten Spitznamen der Reise. Da er wohl in Natur rothaarig ist, heißt er ab jetzt für alle Ewigkeit (oder bis wir was besseres finden) Ginger.

Sich so langsam dem spanischen Lebensstil anpassend, machte man sich erst gegen 20:30 auf um zusammen mit einem Bekannten von Danielle und André zu Abend zu essen. Mario führte uns (trotz ausführlicher Restaurantempfehlung Pedros) sicher zu einer Tapas-Bar. Die Herren der Schöpfung waren unterwegs jedoch sehr unruhig, da der Weg geradewegs durch das Schwulenviertel der Stadt führte.

In der Tapas-Bar nutzte man die Gelegenheit einmal Sangria aus Gläsern und nicht aus einem Eimer zu trinken, was einerseits sehr lecker war, andererseits aber die Rechnung fürs Essen in ungeahnte Höhen trieb. Um dies wieder auszugleichen und da der Kellner etwas humorlos und seit Jahren Mitglied bei Real Madrid war, nahm man von dem Schnaps nach dem Essen direkt ein paar mehr als nur einen zu sich.

Mario führte uns anschließend noch durch die Stadt um noch ein paar „Copas“ zu trinken. Mit einem Typ namens Willi verhandelte er schließlich unseren Eintritt in einen Laden. Dank Mario staubten wir alle noch ein Freibier ab, bevor man in dem Laden mit Wodka-Redbull, Wodka-Lemon und Whisky-Cola startete.

Sichtlich betrunken torkelte man dann nach einem sehr lustigen Abschlussabend ins Bett. Einzig Danielle und Marcel ließ sich den Abend im Bad noch einmal durch den Kopf gehen.

Der Montag war leider schon der Tag der Abreise. Christian W. und Flo hatten die Runde schon verlassen bevor der Rest aufstand und zum gemeinsamen Frühstück loszog. Hierbei entstand eine interessante Diskussion zwischen Kiril und André die sich darüber stritten ob man De Gea denn nun verkaufen sollte oder nicht und wie gut er wirklich sei.

Im Hotel gabelten Susanne und André dann noch Marcel auf, der vom Vorabend sichtlich angeschlagen war, und machten sich auf den Weg zum Flughafen. In der U-Bahn Station Sol merkte André dann zum Abschluss noch, dass er den falschen Koffer mitgenommen hatte! Zum Glück hatte er diesen aber noch tauschen können so, dass André, Marcel und Susanne genauso wie alle vor ihnen und denen die nach ihnen noch wieder heim flogen wieder heil zuhause ankamen.

Dennoch schreit diese erfolgreiche Tour, die allen sichtlich Spaß gemacht hat und an die man locker noch eine Woche hätte dranhängen können nach einer Wiederholung!


AUPA ATLÉTI!

  Diskutiert diesen Artikel in den Foren (0 Antworten).

Twitter

By Plimun Web Design