| 2011-10: Ohhh Champs-Élysées! |
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| Geschrieben von: Susanne Offermann |
| Samstag, den 05. November 2011 um 16:57 Uhr |
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Die Tour des Peña Atlética Centuria Germana zur Europa League nach Rennes: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war es mal wieder soweit: Um halb 2 Uhr in der Früh machte sich eine kleine aber feine Delegation des PACGs, bestehend aus André, Marcel, Kiril und Susanne, auf in Richtung Frankreich, um dort das Spiel unseres rot-weißen Hauptstadtclubs gegen Stade Rennes zu verfolgen. Nachdem am Startpunkt in Aachen alle Rucksäcke, die PACG-Zaunfahne, die von Susanne mitgebrachte Bordverpflegung, in Form von Bananen-Schokoladen-Muffins, Frikadellen und Fetaröllchen sowie Unmengen an Wasser (welches André seiner Aussage nach alles trinken wollte) und sonstigen Getränken im Auto verstaut war, machte man sich über die Autobahn auf den Weg nach Rennes. Dabei durchquerte man zunächst Belgien und zeigte sich hierbei doch erfreut darüber, dass die Autobahn in Belgien nachts komplett beleuchtet ist. Auf dem Weg durch Frankreich hatte sich Marcel als Fahrer entschlossen die Mautstrecken so gut es geht zu umfahren, um etwas Geld zu sparen. Entsprechend fuhr man nachts durch viele kleine französische Orte. Die drei Mitfahrer zeigten sich hier von dem von Marcel an den Tag gelegtem Fahrtempo alles andere als begeistert. Nachdem André das Steuer übernommen hatte und etwas zügiger fuhr, ging es dann doch etwas schneller voran. Schon kurz nach Beginn der Fahrt zeigte sich jedoch schon, dass diese Fahrt Musiktechnisch durchaus interessant werden würde. Es wurde eine sehr bunte Mischung aller möglicher (schlechter) Musik gespielt. Angefangen bei Mickie Krause ("Schatzi schenk mir ein Foto", "Düp Düp") über Peter Maffay ("Und es war Sommer") hin zu David Hasselhoff! Als offizielles Tourlied wurde dann jedoch ganz schnell "Les Champs Elysees" von Joe Dassin () ausgemacht. Obwohl das französisch der Delegation nur von etwas schlechter bis nicht vorhanden reichte, bekam man es bei dem Lied hin, laut zumindest das "OHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH CHAMPS ELYSEES" mitzusingen. Mit diesem Lied in voller Lautstärke ging es dann durch Frankreich. Ein weiteres Abenteuer war die Autogas Tankstation in Rouen. Dort hielt man morgens um kurz vor 7 an, um den Gastank des Autos wieder aufzufüllen. Jedoch stammte die Tankanlage scheinbar noch aus einem vorangegangenen Jahrhundert. In Rennes angekommen entschied man sich, trotz der Tatsache, dass alle nach der knapp 10 Stündigen Autofahrt aussahen wie Zombies, zum Mannschaftshotel zu fahren um unsere Tickets abzuholen. Nachdem man nach 4 Runden im örtlichen Kreisverkehr dann endlich die richtige Ausfahrt zum edlen Golfhotel, in dem sich die Mannschaft niedergelassen hatte, gefunden hatte, erwartete einen im Hotel leider nicht Mario Suárez oder irgendwer anders der Mannschaft, sondern eine Delegation spanischer Journalisten. Da wir weit und breit die einzigen Rojiblancos waren und auch noch aus Deutschland kamen, musste der PACG unter Fachmännischer Führung vom Präsidenten erst einmal je ein Interview für Cuatro und für Telemadrid geben. Kiril und Marcel mussten sogar die Anfahrt einmal nachstellen und aus Marcels Auto aussteigen!! Nachdem die Journalisten zufriedengestellt waren und auch weg mussten, konnte man sich endlich um die Karten kümmern. Unglücklicherweise saß Andrés Kontaktperson zu dem Zeitpunkt gerade in der Sicherheitsbesprechung vor dem Spiel. Dennoch konnte man so den neuen Verantwortlichen für den Medienbereich (Alex), der sich um die Homepage, die Facebook- und die Twitterseite des Vereins kümmerte, kennenlernen und ein Feedback zur Offensive in den Social Networks, die Atleti seit dem Sommer an den Tag legt, abgeben. Die Gelegenheit wurde direkt genutzt um noch ein kleines Interview für die offizielle Vereinshomepage abzuhalten. In dem Rahmen schenkte der Fanklub ihm einen der Peña-Schals. über den er sich sehr erfreut zeigte und erklärte, er würde einen Spieler mit dem Schal ablichten. Susanne votierte hierbei für Mario. Leider ist das Foto bisher wohl untergegangen. Apropos Fotos, später dann kam der, von André als "bestaussehendster Spanier der Welt" angepriesene Ángel Gutierrez, um noch ein paar Fotos zu machen. Aus weiblicher Sicht ist hier festzuhalten, dass André nicht zu viel versprochen hatte. Auch wenn er wohl nicht der "bestaussehendste Spanier der Welt" ist, ist der Herr doch durchaus etwas für das weibliche Auge! Aber zurück zum Thema. Alex, der Pressedelegierte, zeigte sich letzten Endes dann noch durchaus interessiert an unserer "Pancarta" die wir dann für ihn auf dem Parkplatz einmal ausrollten und von der direkt ein Bild auf Twitter veröffentlicht wurde.
Nachdem man zwischenzeitlich die Tickets ergattert hatte, machte man sich dann auf den Weg zum Hotel. Hierbei stellte sich heraus, dass Marcel das falsche Hotel ins Navi eingegeben hatte. Letztlich fand man dann aber trotzdem noch das richtige Hotel und man checkte im gemeinsamen Vierbettzimmer ein. André, Susanne und Marcel, die auf der Fahrt nur wenig bis gar nicht geschlafen hatten, wollten nun erst einmal 2 Stunden Pause machen und ein wenig schlafen. Kiril ging in der Zeit ein wenig die Umgebung erkunden. Als er wieder da war und sich auch noch ein Ründchen hinlegte stellte sich dann doch ein Problem ein: Die schon in Madrid von "Ginger" aka "Jackie" als schrecklich beschriebene und schon im Auto auf dem Hinweg zu beobachtende Schnarchlautstärke Kirils! Dieser holzt im Schlaf nämlich nicht nur einen oder zwei Bäume ab. Nein der holzt den gesamten Regenwald ab! Entsprechend wurde Kiril dann für die Nacht in ein Einzelzimmer ausquartiert. Nun machte man sich dann aber noch auf in die Stadt um noch etwas von Rennes zu sehen, bevor es ins Stadion ging. Hierbei traf man in der Stadt noch den Atlético Fanclub Fernando Torres de Irún. Obwohl man eigentlich nur ein Bier trinken wollte, machte man zuerst eine kleine, ziellose Runde durch Rennes um dann am Ende in einem Irish Pub zu landen, wo es aber gar kein richtiges irisches Bier gab, sondern in dem man sich mit "Stella Artois" begnügen musste. Obwohl die Zeit dann schon knapp war, wollten die Jungs dann unbedingt noch etwas essen und kehrten in den nächsten Dönerladen ein. Dort traf man auf den interessantesten Franzosen der ganzen Tour. Ein Franzose mit türkischem Migrationshintergrund oder aber ein in Frankreich lebender Türke, der sich natürlich wegen Arda direkt total interessiert zeigte und mit uns eine sehr witzige Mischung aus Französisch und Englisch sprach. Weiterhin hatte der gute Mann Verwandtschaft in Deutschland und konnte auch ein paar Worte Deutsch, die er zwischenzeitlich zum Besten gab. Wieso bei einem deutschen Sprachschatz von 4 Worten da ausgerechnet das Wort "Meerschweinchen" bei ist, erschloss sich uns dabei allerdings nicht ganz. Dennoch war der junge Mann wirklich ein super Typ! Dann ging es auf zum Stadion, wo man feststellte, dass das Stadion an der Route de Lorient mal über so gar keinen Parkraum verfügte und entsprechend alle kreuz und quer parkten. Marcel weigerte sich aber, trotz der schon fortgeschrittenen Zeit, zunächst vehement sich dem französischen Stil anzupassen, aus Angst abgeschleppt zu werden. Irgendwann konnte man ihn dann aber doch noch überzeugen sich auf den Bürgersteig zu stellen, wo auch einige andere Autos standen. Am Stadion wurde man dann erst mal von einem französischen Ordner einmal komplett rund ums Stadion geschickt. Anschließend wollten die Ordner sogar noch unsere Zaunfahne beim Einlass ausgerollt haben, denn da hätte ja was gegen die UEFA draufstehen können. Witzigerweise hätten die das vermutlich selbst wenn, gar nicht verstanden. Im Block befestigte man zunächst die Pancarta am Nachbarblock und ließ sich dann im "Capo Körbchen" nieder, da man von dort aus über den Zaun direkt auf das Feld gucken konnten. Später gesellten sich noch drei Spanier zu uns. Alex aus Toledo bekam dann nach dem Spiel auch direkt einen Peña Schal überreicht.
Über das Spiel, das vermutlich hier alle gesehen haben, brauchen wir uns nicht auszulassen. Interessant ist, dass wir wegen unserer exponierten Stellung direkt am Zaun. mehrfach im Bild waren. Highlight war hierbei ein Bild von Susanne. kurz vor dem Ausgleich bei dem diese doch ziemlich frustriert dreinschaute. Passend hier der Tweet von @danihidalgo der (übersetzt) schrieb „Das schlimmste Bild des Spiels war es die Gesichter von André und der Centuria Germana auf der Tribüne zu sehen! Ein Tor für sie bitte!“ Nach dem Spiel entschloss man sich dann, aufgrund der langen Hinfahrt und in Anbetracht der frühen Rückfahrt am kommenden Tag, das Unentschieden nicht mehr mit einem Bier zu begießen sondern direkt ins Hotel zu fahren. Während Marcel ins Bett ging, bestellten sich André, Kiril und Susanne noch eine Pizza ins Hotel und warteten für André das Ende des Spiels von Hannover 96 ab. Mitten in der Nacht verübte der Präsident dann einen Anschlag der fiesesten Sorte auf Susanne, in dem er sie im Schlaf mit einem Kissen bewarf! Susanne rechnete dabei zu dem Zeitpunkt eigentlich damit, dass dies ein Anschlag des Gladbachers war, jedoch zeigte die Indizienlage am nächsten Morgen, dass André, der vorher2 Kissen hatte nur noch eins besaß, während der Gladbacher sein Kissen noch im Bett liegen hatte. Kiril, der in seinem Einzelzimmer ungehört von allen vor sich hin schnarchen konnte, versorgte alle dann sogar mit Broten von einem nahegelegenen Geschäft. Bei der Rückfahrt,die wiederum weitestgehend über eine Strecke ohne Maut führte,kam das nächste Problem an den Tag: Franzosen die wach sind! Waren wir auf dem Hinweg doch ganz gut durchgekommen, weil keine Autos unterwegs waren, steckten wir auf der Rückfahrt wieder und wieder im Verkehr, so dass wir wieder viele kleine französische Dörfchen sahen, diesmal aber langsamer, so dass sich die Fahrt doch ziemlich zog. Trotzdem schaffte man es auf dem Rückweg nach erneuten 11 Stunden im Auto wieder zurück nach Deutschland, wo es André und Marcel dann weiter zu den Cannstadter Wasen und Susanne zum Auswärtsspiel des FCs nach Berlin zog. Alles in allem war es wieder eine super Tour! Die nächste Tour im November nach Glasgow verspricht entsprechend Potenzial! Wer nichts vorhat sollte sich überlegen noch einzusteigen! |





